Hochentaster Test – Die besten im Vergleich

Du möchtest eine Ast-Kettensäge mit Teleskopstange kaufen? In unserem Hochentaster Test haben wir die besten Modelle intensiv verglichen. Wir erklären dir, auf was es bei einer Teleskop-Kettensäge ankommt, welche Unterschiede es gibt und welcher Hochentaster der richtige für dich ist.

Hallo, wir sind Olaf und Lucas - Das Team-Garten. Unsere Mission ist es dir bei Themen rund um die Gartenarbeit zu helfen. Mit Tipps, Empfehlungen und Tests sorgen wir dafür. Erfahre mehr über Olaf und Lucas

Hochentaster Vergleich

Die Auswahl ist groß, weshalb unsere Hochentaster Vergleichstabelle dir bei der Kaufentscheidung helfen wird. Anhand der Kriterien aus unsere Ast-Kettensägen Test findest du schnell das passende Modell.

Empfehlung
Spar-Tipp
Multitalent
Kraftpaket
Produkt
Bosch UniversalChainPole 18
IKRA IEAS750
Einhell GE-HC 18 Li T Kit
Scheppach MT33P
Sägeleistung
Schwerlänge
Schwerlänge
20 cm
Schwerlänge
20.3 cm
Schwerlänge
20 cm
Schwerlänge
30.5 cm
Schnittlänge
Schnittlänge
15 cm
Schnittlänge
18.5 cm
Schnittlänge
17 cm
Schnittlänge
254 cm
Kettengeschwindigkeit
Kettengeschwindigkeit
4 m/s
Kettengeschwindigkeit
11.2 m/s
Kettengeschwindigkeit
3.76 m/s
Kettengeschwindigkeit
18.8 m/s
Antrieb
Antriebsart
Antriebsart
Akku-Hochentaster
Antriebsart
Elktro-Hochenaster
Antriebsart
Akku-Hochentaster
Antriebsart
Benzin-Hochentaster
Leistung
Leistung
18V, 2,5 Ah
Leistung
750 Watt
Leistung
18V, 3Ah
Leistung
1,22 PS (900 Watt)
Handhabung
Schwenkkopf
Schwenkkopf
Ja
Schwenkkopf
Nein
Schwenkkopf
Ja
Schwenkkopf
Nein
Automatische Kettenschierung
Automatische Kettenschierung
Ja
Automatische Kettenschierung
Ja
Automatische Kettenschierung
Ja
Automatische Kettenschierung
Ja
Werkzeuglose Kettenspannung
Werkzeuglose Kettenspannung
Nein
Werkzeuglose Kettenspannung
Ja
Werkzeuglose Kettenspannung
Ja
Werkzeuglose Kettenspannung
Nein
Schultergurt
Schultergurt
Ja
Schultergurt
Ja
Schultergurt
Ja
Schultergurt
Ja
Eigenschaften
Gewicht
Gewicht
3.6 kg
Gewicht
3.5 kg
Gewicht
6.3 kg
Gewicht
7.1 kg
Gerätelänge
Gerätelänge
260 cm
Gerätelänge
270 cm
Gerätelänge
240 cm
Gerätelänge
208 cm
Arbeitshöhe
Arbeitshöhe
ca 4m
Arbeitshöhe
ca. 4m
Arbeitshöhe
ca. 3,5m
Arbeitshöhe
ca. 3m
Schallleistungspegel
Schallleistungspegel
92 dB(A)
Schallleistungspegel
104 dB(A)
Schallleistungspegel
98,23 dB(A)
Schallleistungspegel
114 dB(A)
Preis
ab € 146,32
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
ab € 76,86
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
ab € 191,40
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
ab € 149,00
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Die Preise sind inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versandkosten.

Unser Hochentaster-Test: Geräteauswahl

Für unseren Test haben wir vier Geräte, die häufig für den Privatgebrauch gekauft werden, ausgewählt. Profigeräte für den Einsatz in der Forstwirtschaft haben wir außen vor gelassen, da diese in einem Preissegment beheimatet sind, die für den gelegentlichen Einsatz im privaten Garten schlichtweg keinen Sinn ergeben. Bei den ausgewählten Geräten haben wir darauf geachtet, dass alle Antriebsarten – kabelgebunden, Akku und Benzin – vertreten sind und dass wir sowohl reine Hochentaster als auch Multitools testen. Bei Multitool-Hochentastern lag unser Fokus allerdings auf ihrer Leistung als Astkettensäge.

Unsere Hochentaster-Empfehlung: Bosch

Der Akku-Hochentaster UniversalChainPole 18 von Bosch hat uns in unserem Hochentaster-Vergleich am meisten überzeugt.

Unsere Empfehlung
Sieger
Bosch UniversalChainPole 18

Der Bosch-Hochentaster sägt präzise und durch den stabilisierenden Führungsschutz sehr sicher. Seine Reichweite von 4 Metern entspricht dem Standard und dank seines geringen Gewichts von 3,6 kg ist es durchaus möglich, auf einer Leiter stehend zu arbeiten, falls man noch höher hinaus muss. Die neigbare Säge sorgt dafür, dass man auch Äste erreicht, die schwer zugänglich sind. Statt einer werkzeuglosen Kettenspannung setzt Bosch auf eine Einstellung per Sechskantschlüssel. Dieser ist selbstverständlich im Lieferumfang enthalten und kann im Schwertköcher praktisch verstaut werden. Das Spannen der Kette ist auf diese Weise problemlos möglich und steht den werkzeuglosen Varianten in nichts nach.

Sehr zuvorkommend von Bosch: Kette und Schwert werden bereits vormontiert geliefert und im Lieferumfang ist Kettensägen-Öl enthalten – bei allen anderen getesteten Hochentastern war das nicht der Fall. Die Teleskopstange ist mit wenigen Handgriffen montiert, sodass das Säge-Vergnügen bei unserem Hochentaster-Test sofort nach dem Laden des Akkus starten konnte.

Beim Sägen hätten wir uns dann allerdings ein wenig mehr Leistung gewünscht. Hier ist bei dickeren Ästen etwas Geduld gefragt. Wer ungeduldig wird und versucht Druck auf die Säge aufzubauen, läuft Gefahr, dass die Säge verkantet. Das sollte man beim Sägen mit Kettensägen unbedingt vermeiden. Wenn auch nicht ganz so zügig wie die kabelgebundene und benzinbetriebene Konkurrenz bewältigte der Hochentaster von Bosch in unserem Test seine Aufgaben und erzielte dabei ein sauberes Schnittbild.

Nach getaner Arbeit ist der Hochentaster von Bosch mit wenigen Handgriffen zerlegbar, sodass er platzsparend gelagert werden kann. Ein weiterer Vorteil: Von den getesteten Geräten war der Bosch am leisesten, was auch die Nachbarn freuen dürfte.

Mit diesem Akku-Hochentaster von Bosch ist man mobil und rasch einsatzbereit. Die breite Produktpalette des 18 Volt-Akku-Systems von Bosch ist ein weiterer Pluspunkt – sehr viele kompatible Geräte der gehobenen Heimwerkerklasse sind hier zu finden.

„Mich überzeugt der Akku-Hochentaster von Bosch, weil er leicht und flexibel einsetzbar ist. Für den Rückschnitt der Äste auf meiner Streuobstwiese ist er genau das richtige Werkzeug.“

Olaf von team-garten.de

Spartipp: IKRA

Der eindeutig günstigste Hochentaster kommt aus dem Hause IKRA.

Unser Spartipp
Preistipp
IKRA IEAS750

Die kabelgebundene Teleskop-Astsäge IEAS750 machte in unserem Test das, was sie soll: Sie sägt – und das durchaus spürbar kraftvoller als die Akku-betriebenen Geräte. Wer darauf verzichten kann, den Sägewinkel einzustellen und seine Sägearbeiten in der Nähe einer Steckdose durchführen möchte, wird bei diesem Hochentaster günstig fündig. 750 Watt Leistung – bei allerdings lauteren Betriebsgeräuschen als bei den Akku-Geräten – sorgen für ein sehr gutes Sägeergebnis. Ein Vorteil des Hochentasters von IKRA: Mit nur 3,5 kg Gewicht ist dieses Modell das leichteste Gerät in unserem Test. Dennoch ist er stabil verarbeitet und die Teleskopstange wackelt nicht – dafür ist der IKRA allerdings bei der Lagerung nach dem Sägen auch recht sperrig.

Sehr gefreut haben wir uns, dass hier im Lieferumfang direkt eine zweite Sägekette enthalten ist. Das ist sehr sinnvoll, falls ein längerer Einsatz geplant ist und man zwischendurch nicht das Arbeiten unterbrechen möchte, um die Kette zu schärfen. Die werkzeuglose Kettenspannung des Ikra war für uns allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Das Multitalent: Einhell

Wer nicht nur Äste in der Baumkrone trimmen möchte, sondern auch hochgewachsene Hecken bequem vom Boden aus stutzen möchte, kann mit dem Einhell Multifunktionswerkzeug GE-HC 18 Li T Kit glücklich werden.

Das Multitalent
Einhell GE-HC 18 Li T Kit

Der Einhell wird über einen starken Akku (18 Volt, 3 Ah) angetrieben und besticht durch vielfache individuelle Einstellmöglichkeiten sowohl beim Sägewinkel – der Sägekopf kann nicht nur geneigt, sondern auch um 90 Grad gedreht werden – als auch bei der Stellung des Handgriffs. Für einen sicheren Sägevorgang sorgt der praktische Krallenanschlag. Ein Defizit des Einhell-Geräts ist allerdings das hohe Gewicht von 6,3 kg bei der Verwendung als Hochentaster. Außerdem ist das Teleskopgestänge ein wenig wacklig. Bei unserem Test war das Schnittbild des Einhell im Vergleich zur Konkurrenz etwas ausgefranst. Auch bei der maximal erreichbaren Arbeitshöhe bleibt das Einhell-Multitool einen halben Meter unter den anderen getesteten Hochentastern. Als Multifunktionswerkzeug kann es allerdings mit wenigen Handgriffen zur Teleskop-Heckenschere umgerüstet werden.

Da das Multitool von Einhell nach getaner Arbeit zerlegt werden kann, kann man es platzsparend lagern.

Das Kraftpaket: Scheppach

Das Multifunktionsgerät MT33P aus dem Hause Scheppach – angetrieben von einem 32,6 ccm großen 2-Takt-Motor – brachte in unserem Hochentaster-Test eindeutig die kräftigste Sägeleistung.

Das Kraftpaket
Scheppach MT33P

Die kraftvolle Leistung des Scheppach wird jedoch erkauft durch ein hohes Gewicht – als Hochentaster gerüstet wiegt er mehr als das Doppelte der strombetriebenen Leichtgewichte – und eine martialische Geräuschkulisse. Allerdings: Die Gewichtverteilung beim Scheppach unterscheidet sich grundlegend von den Elektro- bzw. Akku-Hochentastern: Während bei diesen der Motor, also das wesentliche Gewicht, am oberen Ende der Teleskop-Stange sitzt, ist der Motor des Benzin-Hochentasters am unteren Ende angebracht. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Welle im Gestänge. So ist das Gerät zwar insgesamt deutlich schwerer, aber es kann durch die geringere Masse am Sägekopf trotzdem angenehm geführt werden. Die Motor-Einheit dieses Hochentasters wird an der Hüfte am Tragegurt eingehängt.

Die größte Schnittbreite und die eindeutig höchste Kettengeschwindigkeit sorgten in unserem Hochentaster-Vergleich für ein sehr überzeugendes Sägeergebnis für den Scheppach. Etwas ärgerlich: Die Reichweite des Hochentasters ist mit ca. 3 Metern die geringste im Test. Durch die Welle im Gestänge ist eine Teleskopfunktion nicht möglich. Eine Verlängerung auf 4 Meter ist allerdings als Zubehör erhältlich. Der Sägekopf ist starr montiert, man kann ihn weder neigen noch schwenken.

Als Benziner ist das Scheppach Multifunktionsgerät autark einsetzbar und bietet neben dem Hochentaster-Aufsatz noch eine Heckenscheren-, Rasentrimmer- und Motor-Sensen-Funktion. Vereinzelt sind uns jedoch Beanstandungen an der Verarbeitung und Qualität des Gerätes zu Ohren gekommen. In unserem Test, der die Langlebigkeit nicht untersuchte, konnten wir dies nicht feststellen, freuen uns aber über Rückmeldungen von euch!

Wichtig: Damit du den Scheppach Hochentaster direkt in Betrieb nehmen kannst, brauchst du neben dem Kettensägen-Öl auch Zweitakt-Benzin-Öl-Gemisch!

Hochentaster Ratgeber

Bäume auf dem Grundstück spenden Schatten und Lebensqualität. Doch wenn die Äste in den Himmel wachsen, ist an Baum und Hecke von Zeit zu Zeit ein Rückschnitt fällig. In luftiger Höhe kann dieses Vorhaben durchaus heikel werden, wenn man dazu mit der Kettensäge in den Baum steigt. Auch eine Leiter bietet dabei nur bedingt einen trittsicheren Arbeitsplatz. Das richtige Werkzeug, um den Ästen zu Leibe zu rücken, ist der Hochentaster.

Lucas mit den Testgeräten aus unserem Hochentaster-Vergleich.

Das richtige Werkzeug, um stärkere Äste im Baum zurück- oder aus der Krone herauszuschneiden, ist der Hochentaster, auch Teleskop-Kettensäge oder Ast-Kettensäge genannt. Dabei handelt es sich um eine Kettensäge, mit der man über einen Teleskopstiel vom Boden aus – ganz schwindelfrei – den Rückschnitt erledigen kann. Wir erklären in diesem Beitrag das Werkzeug, geben Tipps zum Einsatz und vergleichen die Vor- und Nachteile von Geräten mit Benzin-, Elektro- und Akkuantrieb.

Die Vorteile: Warum einen Hochentaster verwenden?

Der Vorteil von Hochentastern liegt eindeutig in der sicheren Arbeitsposition am Boden, bei welcher durch den Teleskopstiel gleichzeitig eine nennenswerte Arbeitshöhe erreicht werden kann.

Das Trimmen von Ästen in der Baumkrone kann rasch sehr gefährlich werden, wenn man dazu auf einen Baum klettert und dort z. B. mit einer Kettensäge hantiert. Auch bei der Verwendung von einer Leiter oder einem Gerüst ist die Standsicherheit nur mäßig, wenn man eine Arbeitshöhe von ca. 4 Metern erreichen will. Das Entasten mithilfe einer Teleskop-Astsäge ist hingegen deutlich sicherer.

Oftmals sind die Stellen, an denen man den Ast durchtrennen möchte, auch mit einer Leiter nicht erreichbar. Der Teleskoparm eines Hochentasters hingegen findet seinen Weg. In der Regel kannst Du mit einer Teleskop-Astsäge Gehölze in einer Arbeitshöhe von ca. 4 Meter entasten, was natürlich je nach Gerät unterschiedlich ist.

Wie ist ein Hochentaster aufgebaut?

Der grundsätzliche Aufbau von Hochentastern ist sehr ähnlich: Das Werkzeug verfügt über einen Teleskopstiel, den man auf die gewünschte Länge einstellt, sodass man den zu entfernenden Ast erreicht.

Am oberen Ende des Armes befindet sich eine Kettensäge, die man vom Boden aus bedient. Die Kettenschmierung erfolgt in der Regel automatisch.

Bei hochwertigen Geräten kann man das Schwert der Kettensäge bzw. den Schneidkopf drehen und/oder neigen und so den Sägewinkel einstellen. Das ist ein eindeutiges Plus, wie sich in unserem Test der Hochentaster gezeigt hat. Denn so kann man auch an versteckt gewachsene Äste gelangen und diese entasten.

Ein verstellbarer Sägekopf ist ein klares Plus bei Hochentastern.

Um das Werkzeug sicher bedienen zu können, verfügen die meisten Hochentaster über einen Tragegurt. Das ist ein weiteres Plus, da dies eine sehr gute Unterstützung ist, um die Säge angesichts der Hebelwirkung durch den Teleskoparm präzise zu führen. Beim Testen der Ast-Kettensägen hat sich gezeigt, dass Modelle mit Tragegurt sehr praktisch in der Anwendung sind.

Was kann ich mit einem Hochentaster sägen?

Ein Hochentaster ist das richtige Werkzeug, um Äste mit einer Stärke von bis zu 15-20 cm aus der Baumkrone zu entfernen oder zu trimmen. Welche Aststärke Du sägen kannst, ist natürlich von der Schwertlänge der Motorsäge abhängig.

Je größer die Schwertlänge, desto größer auch die maximal mögliche Schnittbreite eines Hochentasters.

Auch wenn ein Hochentaster mit einer Kettensäge ausgestattet ist, kann er eine normale Kettensäge nicht ersetzen. Meist ist die Schwerlänge eines Hochentasters auch deutlich kürzer, als die von einer reinen Motorsäge. Wir raten dringend davon ab, mit einem Hochentastet einen Baum zu fällen. Darauf sind die Astsägen mit Stiel absolut nicht ausgelegt.

Welche Sägeleistung sollte ein Hochentaster haben?

Ein wichtiger Aspekt beim Vergleich von Hochentastern ist die Sägeleistung: Diese ergibt sich einerseits aus der Schnittbreite sowie der Leistung des Motors und zeigt sich in der Kettengeschwindigkeit des Modells.

Aber auch die von manchen Herstellern entwickelten Mechanismen, die eine saubere und sichere Führung der Säge erleichtern wie ein Krallenanschlag oder ein Führungsschutz, spielen hier hinein.

Manche Modelle verfügen über eine Führungsschiene, die die Sägeposition stabilisiert.

Grundsätzlich gilt beim Arbeiten mit Kettensägen, dass man nicht versuchen sollte, Druck auf die Säge auszuüben, um das Sägen zu beschleunigen. Das führt in den meisten Fällen eher dazu, dass das Gerät verkantet.

Reiner Hochentaster oder Multitool?

Im Geräteangebot für den Privatverbraucher werden neben reinen Hochentastern zunehmend auch Multifunktionswerkzeuge angeboten. Mit verschiedenen Aufsätzen können diese zum Hochentaster, zur Heckenschere, zum Rasentrimmer oder zur Motorsense umgebaut werden.

Multifunktionsgeräte können von der Astkettensäge zur Teleskop-Heckenschere, manchmal auch zum Freischneider oder zur Motorsense umgerüstet werden.

Der Kauf eines Multifunktionswerkzeuges kann sinnvoll sein, wenn diese Werkzeuge benötigt werden. Allerdings sind Multitool-Geräte immer Kompromisslösungen: So hatten die von uns getesteten Multifunktionsgeräte z. B. eine geringere Reichweite als reine Hochentaster, sodass man mit ihnen nur eine niedrigere Arbeitshöhe erreichen konnte. Auch können die Multifunktionsgeräte meist keine Kettensäge oder Heckenschere vollständig ersetzten.

Was für ein Antrieb für den Hochentaster: Benzin, Strom oder Akku?

Wie bei vielen Werkzeugen und Gartengeräten stellt sich die Frage nach der passenden Antriebsart. Auch beim Hochentaster ist das der Fall. Und – ebenso wie bei vielen Werkzeugen – ist diese Frage nicht pauschal zu beantworten. Ob akkubetrieben, Benzinbetreib oder Betrieb per Kabel, jede Antriebsart hat Vor- und Nachteile bei einer Teleskop-Aststäge. In unserem Test haben wir alle Varianten von Motorsägen mit Teleskopstiel getestet und in der jeweiligen Kategorie den Testsieger ausfindig gemacht.

Die Vorteile kabelgebundener Hochentaster

Für die kabelgebundenen Astsäge spricht das niedrige Gewicht, da weder ein Verbrennungsmotor noch ein Akku im Werkzeug stecken. In der Regel sind sie zudem sehr leistungsstark und erzielen sehr gute Sägeergebnisse. Ihr Nachteil ist, dass man auf eine Steckdose für den Netzbetrieb in der Nähe angewiesen ist. Besonders bei größeren Gärten ist das störend, wie sich beim Test in Olafs Garten gezeigt hat. Doch auch in kleinen Gärten kommt man kaum um ein Verlängerungskabel herum.

Die Vorteile von Akku-Hochentastern

Mit einem per Akku betriebenen Hochentaster ist man hier deutlich flexibler. Auch erlaubt die moderne Akku-Technik durchaus hohe Leistung und eine hohe Schnittanzahl. Mittlerweile haben akkubetriebene Werkzeuge und Gartengeräte in Sachen Leistung definitiv gegenüber den kabelgebundenen Alternativen aufgeholt.

Akkubetriebene wie auch kabelgebundene Elektro-Hochentaster sind außerdem im Vergleich zum Benziner deutlich leiser.

Die Vorteile von Benzin-Hochentastern

Das größte Mobilitätspotenzial aller drei Antriebsarten bietet der Benzin-Hochentaster. Plant man lange Einsatzzeiten fernab von einem Stromanschluss, sodass das Aufladen von Akkus nicht möglich ist, sollte man zum Benziner greifen. Viele gewerbliche Dienstleister und Beauftragte der Stadt nutzen daher auch oft benzinbetriebene Gartengeräte und Werkzeuge.

Ein weiterer Vorteil von Benzin-Hochentastern ist, dass diese enorm leistungsstark sind. Der Benzinmotor sorgt für eine hohe Kettengeschwindigkeit.

Benzin-Hochentaster sind besonders leistungsstark und unabhängig von einer Stromquelle einsetzbar.

Der Benzinverbrauch eines Hochentasters ist gering und weiterer Kraftstoff kann im Kanister mitgeführt werden. Nachteil ist jedoch die höhere Lautstärke sowie die Abgase, welche enorm unangenehm riechen können.

Welche Schwertlänge sollte ein Hochentaster haben?

Die Schwertlänge eines Hochentasters ist der zentrale Faktor für die Schnittbreite des Werkzeugs. Je länger das Schwert, desto dickere Äste kannst du sägen. Allerdings führt eine große Schwertlänge andererseits auch dazu, dass es schwieriger wird, die Säge zwischen anderen Ästen und Zweigen hindurch zur Sägeposition zu führen. Die von uns in unserem Hochentaster Vergleich getesteten Modelle hatten eine Schwertlänge von ca. 20 bis 30 cm. Die Schnittbreite ist jeweils ca. 5 cm kleiner als die Schwertlänge, da ein Teil des Schwertes in der Säge verschwindet und nicht zum Sägen zur Verfügung steht.

Ist ein verstellbarer Schneidkopf beim Hochentaster sinnvoll?

Ein Unterschied zwischen den Hochentaster-Modellen ist, ob der Schneidkopf, auch Sägekopf genannt, verstellbar ist. Damit ist gemeint, dass man die Neigung der am Teleskopstiel montierten Kettensäge einstellen kann. Bei den von uns getesteten Hochentastern mit dieser Funktion standen 7-9 werkzeuglos einstellbare Positionen zur Verfügung. Es ist aus unserer Sicht eindeutig zu empfehlen, eine Teleskop-Astsäge mit neigbarem Schneidkopf zu kaufen, weil man damit die Äste, die man sägen will, viel besser erreichen und auch viel präzisere Schnitte sägen kann. Das ist ein großer Vorteil, insbesondere auch, weil Schäden am Baum durch ungünstige Schnittpositionen vermieden werden. Eine fachgerechte Schnitttechnik, die wir in unserem Magazin-Artikel erklärt haben [Link], ist mit einem schwenkbaren Sägekopf viel besser umsetzbar als mit einem starren.

Welche Sägeleistung sollte ein Hochentaster haben?

Die Sägeleistung einer Kettensäge ergibt sich aus der Kraft des Motors und der Kettengeschwindigkeit. Je schneller die Sägekette läuft, desto rascher sägt sich die Säge durch das Holz. Bei den in unserem Hochentaster-Test untersuchten Ast-Kettensägen hat sich gezeigt, dass die Akku-Hochentaster eine Kettengeschwindigkeit von ca. 4 m/s erreichen, während kabelgebundene Geräte und erst recht Benzin-Kettensägen deutlich höhere Werte von 18,8 m/s erreichen. Allerdings haben wir bei unserem Praxis-Test auch gemerkt, dass für das Sägen von Ästen mit einem Durchmesser von 10-15 cm bereits niedrige Kettengeschwindigkeiten ausreichen. Der Sägevorgang dauert dann allerdings entsprechend länger.

Wie wird die Sägekette bei einem Hochentaster gespannt?

Die richtige Kettenspannung ist von größter Wichtigkeit für ein gutes Sägeergebnis und vor allem für ein sicheres Arbeiten. Hängt die Sägekette an der Unterseite des Schwertes durch, wird sie unruhig laufen und könnte vom Schwert abspringen. Schäden an der Säge und gefährliche Unfälle solltest Du vermeiden, indem Du vor Inbetriebnahme der Astsäge die Kettenspannung kontrollierst. Da die Kette sich im Betrieb erhitzt und ausdehnt, ist es außerdem notwendig, die Kettenspannung ca. alle 10 Minuten zu überprüfen.

Kann die Kette in der Mitte des Schwertes ca. 2mm angehoben werden, ist sie richtig gespannt.

Richtig gespannt ist die Kette eines Hochentasters, wenn Du sie an der Oberseite des Schwertes mittig ca. 2 mm anheben kannst und sie in Laufrichtung ohne Probleme ziehen kannst. Ist das nicht der Fall, musst Du sie spannen. Viele Modelle verfügen über eine werkzeuglose Kettenspannung, bei anderen wird ein Schraubenschlüssel, ein Schraubenzieher und/oder ein Sechskantschlüssel benötigt. Bei der werkzeuglosen Kettenspannung gibt es Modelle, die Feststellschrauben und Kettenspanner in eine Schraube integriert haben. Andere werkzeuglose Kettenspannungen erfolgen über zwei Schrauben bzw. Einstellräder.

Kettenspannung mit dem Sechskant-Schlüssel.

Ob werkzeuglose Kettenspannung oder nicht – zum Spannen der Kette eines Hochentasters gehst Du folgendermaßen vor:

  1. Beim Spannen der Kette müssen säge und Kette abgekühlt sein.
  2. Stelle sicher, dass ein Einschalten der Säge unmöglich ist, indem Du bei einer kabelgebundenen Säge den Netzstecker ziehst, bei einem Akku-Astsäge den Akku entnimmst oder bei einem Benzin-Hochentaster den Zündkerzenstecker abziehst.
  3. Du solltest Montagehandschuhe zu tragen, um Verletzungen zu vermeiden.
  4. Löse die Feststellschrauben, die das Schwert halten.
  5. Hebe die Schwertspitze an.
  6. Spanne die Kette über die Schraube bzw. den werkzeuglosen Spannmechanismus.
  7. Ziehe die Feststellschrauben wieder an.
  8. Überprüfe die Kettenspannung wie oben beschrieben.
  9. Startklar? Gut Holz!
Manche Hochentaster verfügen über eine werkzeuglose Kettenspannung.

Wie viel wiegt ein Hochentaster?

Eine weitere wichtige Komponente ist das Gewicht des Werkzeugs. Hier gilt: Je leichter der Hochentaster, desto komfortabler ist das Gartengerät. Auch wenn ein Schultergurt bei den meisten Hochentastern im Lieferumfang enthalten ist, hat sich ein geringes Eigengewicht im Test der automatischen Astäge mit Stiel als praktisch erwiesen.

Grundsätzlich sind kabelgebundene Elektrogeräte in der Regel am leichtesten, wobei Akku-Hochentaster hier aufgeholt haben, da die aktuelle Akkugeneration deutlich weniger wiegen als frühere.

Benzinbetriebene Geräte hingegen wiegen häufig deutlich mehr. Während kabelgebundene Elektro-Hochentaster bei einem Gewicht von ca. 3,5 kg beginnen, geht es bei Benzin-Geräten in etwa bei 5 kg los. Teilweise sind sie aber auch noch deutlich schwerer. Die Unterschiede ergeben sich aus der Größe der Motoren und dem Volumen des Benzintanks.

Pflege und Wartung eines Hochentaster

Wie bei allen Kettensägen ist es auch bei Hochentastern wichtig, dass die Sägekette stets gut mit Kettenöl geschmiert ist. Andernfalls läuft die Kette heiß, verschleißt schneller und der Sägeschnitt wird unsauber. Hier ist die Verwendung eines hochwertigen und umweltfreundlichen Kettenöls empfohlen. Die Kettenschmierung erfolgt bei den meisten Hochentastern bzw. Motorsägen allgemein automatisch. Wichtig ist jedoch, dass der Öltank stets mit Kettenöl befüllt ist, da die Schmierung sonst natürlich nicht funktioniert. So solltest Du regelmäßig den Ölstand im Ölbehälter überprüfen und gegebenenfalls Kettenöl nachfüllen.

Ohne Kettensägen-Öl läuft mit dem Hochentaster nichts.

Zudem muss die Kette immer so gespannt sein, dass sie bequem läuft und weder schwergängig noch zu locker sitzt. Bei den meisten automatischen Teleskop-Astsägen kann die Kette werkzeuglos getauscht und über den Kettenspanner nachgestellt werden.

Von Zeit zu Zeit muss die Sägekette der Motorsäge des Hochentasters – genauso wie bei allen Kettensägen – geschärft werden. Das kannst du entweder selbst erledigen oder du lässt die Kette von einem Fachhändler schleifen.

Grundsätzlich solltest Du Deinen Hochentaster nach dem Entasten stets reinigen, bevor du ihn wieder verstaust. Hierzu eignen sich Bürste und Pinsel sehr gut. Bei guter Pflege wird die Lebensdauer des Hochentasters erhöht und Du wirst lange Freude an Deinem Gartengerät haben.

Braucht ein Hochentaster einen Sicherheitsschalter?

Damit bei Ast-Kettensägen Verletzungen durch ungewollte Bedienung verhindert werden, ist ein Sicherheitsschalter, auch Einschaltsperre genannt, bei den Elektrogeräten Standard. Er ist am Handgriff des Hochentasters so montiert, dass er gleichzeitig mit dem Ein-Ausschalter gedrückt werden kann. Der von uns getestete Benzin-Hochentaster verfügte über einen Stopp-Schalter am Handgriff, sodass auch bei diesem Modell der Motor im Fall des Falles gestoppt werden kann. Der Vorteil des Sicherheitsschalters bei den Elektro-Geräten liegt allerdings darin, dass die Maschine bei Kontrollverlust über den Griff automatisch stoppt, während der Not-Ausschalter bei dem Benzingerät extra gedrückt werden muss.

Hochentaster kaufen – Welcher Hersteller?

Stihl und Husquvarna sind die bekanntesten Hersteller von Kettensägen und bieten auch Hochentaster an. Die Modelle von Stihl und Husquvarna zeichnen sich durch eine sehr hochwertige Verarbeitung und Langlebigkeit aus und sind auf den professionellen Dauereinsatz ausgerichtet.

Dies spiegelt sich natürlich auch in hohen Preisen wider, weshalb diese Geräte nur für Privatanwender mit großem Grundstück und viel Baumbestand zu empfehlen sind. In unserem Test haben wir auf Modelle der obersten Preisklasse verzichtet, da diese für den privaten Bereich kaum in Frage kommen.

Für den gelegentlichen Einsatz im eigenen Garten haben u.a. die Hersteller Bosch, Einhell, Scheppach, Gardena Black+Decker, IKRA und Hecht Modelle für den ambitionierten Heimwerker und Hobbygärtner im Angebot.

In unserem Hochentaster-Vergleich haben wir vier Astkettensägen für den Privatgebrauch getestet.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe günstige Anbieter, die Hochentaster für den kleinen Geldbeutel anbieten. Die günstigen Preise werden in der Regel durch eine weniger wertige Verarbeitung und weniger robuste Bauteile und Materialien erkauft. Service und Ersatzteilversorgung sind häufig schlecht oder nicht möglich. Aus dem Grund empfehlen wir beim Kauf eines Hochentaster ein Markengerät zu wählen.

Günstige Hochentaster:

  • Einhell
  • IKRA
  • Hecht

Mittelklasse Hochentaster:

  • Gardena
  • Bosch
  • Scheppach
  • Black+Decker

Hochpreisige Hochentaster (professionell und gewerblich)

  • Stihl
  • Husqvarna
Während manche Hochentaster bereits weitgehend vormontiert geliefert werden, müssen andere Modelle erst zusammengesetzt werden.

Hochentaster kaufen – Muss es zwingend ein teurer Artikel sein?

Zu welchem Preissegment man beim Hochentaster-Kauf greift, sollte sich danach richten, wie intensiv man das Werkzeug nutzen wird. Vor allem wenn man die Reichweite des Gerätes ausreizen möchte, empfehlen wir den Kauf eines stabilen Geräts, das nicht wackelt, um ein sicheres und präzises Arbeiten zu ermöglichen.

In den meisten Fällen muss es kein hochpreisiger Hochentaster sein. Die Mittelklasse reicht für die meisten Hobbygärtner und privaten Anwender aus. Das günstigste Werkzeug sollte es bei öfterem Einsatz jedoch auch nicht sein. Langlebigkeit ist bei günstigen Hochentastern oft ein Problem. Auch die Ersatzteile können oft nur schwer oder gar nicht beschafft werden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*